mit konkreten
Arbeitsschritten als Grundlage zum Aufbau neuer sozialer Angebote
Projekt-Titel: Europäische
Sozialstandards
Projektlaufzeit: 01.08.2009 bis
31.07.2011
Fürstenwalde, 21.05.2011 ____________________________
Siegfried
Unger, Vorstand GefAS
Gołuchów,
21.05.2011 ____________________________
Mirosław
Maruszewski, Vorstand
Kláštor pod Znievom, 21.05.2011 _______________________________
Maroś Halahija, Präsident
Inhalt
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1. Einführung in das Thema |
3 |
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1.1 Ausgangslage |
3 - 4 |
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1.2 Notwendigkeit der Konzeptionsentwicklung |
4 - 5 |
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2. Konzeptionsentwicklung |
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2.1 Prozess der Konzeptionsentwicklung |
5 - 7 |
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2.2 Konzeptionsentwicklung am Beispiel |
7 |
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3. Gestaltung einer Konzeption |
8 |
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Aufbau
schriftlicher Fassung |
8 |
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Sprache |
8 |
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Layout |
8 |
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4. Schlussbemerkung |
8 |
1. Einführung in das Thema
Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist einer der
Strukturfonds der EU, die eingerichtet wurden, die Unterschiede bei Wohlstand
und Lebensstandard in den Mitgliedstaaten und Regionen der EU abzubauen und
dadurch den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt zu fördern.
In
Deutschland gibt es in der Förderperiode 2007 – 2013 erstmalig auf Bundesebene
ein zielgebietsübergreifendes Operationelles Programm für den Europäischen
Sozialfonds. Bei der Programmplanung für den ESF wurden besonders die
beschäftigungspolitischen Leitlinien der EU und die EU-Gemeinschaftspolitik im
Bereich der sozialen Eingliederung und zum lebenslangen Lernen berücksichtigt.
Deutschland hat bereits im Nationalen Reformprogramm und im Nationalen
Strategischen Rahmenplan seine Prioritäten hierfür gesetzt.
Europa befindet sich in einem tiefgreifenden
Umbruch. Lebenslanges Lernen und der Zugang und Qualität der europäischen Bildungssysteme spielen
eine entscheidende Rolle bei dem Ziel, die EU Wirtschaft dynamisch und
wissensbasiert zu gestalten.
Lebenslanges Lernen erfordert viele grundlegende
Fähigkeiten wie den eigenen Lernprozess zu organisieren und die Bereitschaft
zum Lernen. Grundlegende Fertigkeiten wie Lesen, Rechnen und IKT-Kenntnisse
sind erforderlich. EU-Bürger müssen sich neuen Herausforderungen wie Sprachkenntnisse und
multikulturelle Kompetenzen stellen, um auf dem europäischen Arbeitsmarkt und
in den europäischen Gesellschaften zu bestehen.
Zum 1. Januar
2007 ist das EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen (PLL) an den Start
gegangen.
GRUNDTVIG ist
das europäische Programm für die allgemeine Erwachsenenbildung. Es unterstützt
Erwachsene aller Altersgruppen und gesellschaftlicher Hintergründe bei der
Erweiterung ihres Wissens, ihrer Kompetenzen und ihrer
Persönlichkeitsentwicklung.
Die Lernpartnerschaft ist
eine von neun Aktionsarten im Programm GRUNDTVIG.
1.1 Ausgangslage
Schwerpunkt dieser Lernpartnerschaft ist die
gemeinsame Qualifizierung und der Erfahrungsaustausch zur praktischen
Sozialarbeit mit dem Ziel eine Konzeption mit konkreten Arbeitsschritten zu
erarbeiten, die als Grundlage zum Aufbau neuer sozialer Angebote dient.
Die
teilnehmenden Einrichtungen geben durch hauptamtliche und ehrenamtliche,
selbstlose und aufopferungsvolle gemeinnützige Arbeit der Beschäftigten und
ihrer Mitglieder Hilfe und Unterstützung für sozial benachteiligte Menschen.
Sie leisten überwiegend eine unmittelbare Arbeit mit und für hilfebedürftige Menschen
vor Ort, also in den Kommunen, Kreisen und Regionen. Sie tragen mit ihren
sozialen und beschäftigungsfördernden integrativen Aktivitäten wesentlich zur
Verbesserung des Lebensniveaus vieler Menschen und Familien bei und fördern
vorrangig Benachteiligte.
Alle teilnehmenden Einrichtungen sind in Gebieten
angesiedelt, die ähnliche soziale Probleme aufweisen, wenn auch in
unterschiedlich geprägter Form.
1.2 Notwendigkeit
der Konzeptionsentwicklung
Im Gegensatz zu einer Konzeption kann das Wort
Konzept mit der Beschreibung eines ersten Entwurfes, einer offenen Planung von
möglichen Zielen und/oder Schwerpunkten erfasst werden.
Konzeption ist eine umfassende Zusammenstellung der
Ziele und daraus abgeleiteten Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung eines
größeren und deshalb strategisch zu planenden Vorhabens.
Eine Konzeption geht in die Tiefe und Breite der
Vorüberlegungen und der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema – also
umfassender/detaillierter als ein Konzept.
Warum strukturierte Konzeptionsentwicklung?
Konzeption bestimmt zukünftige Entwicklung der Organisation
Umweltveränderungen stetiger Wandel
Veränderungen in der Organisation stetiger Wandel
Möglichkeit
- Selbstverständnis
der Organisation zu klären
- Zielpräzisierung
- konkrete
Handlungsleitlinie
- strukturiertes
Vorgehen
Antragstellung
- Kredit
(Businessplan), Unternehmensgründung, neues Leistungsangebot
Fundraising
(Ressourcenbeschaffung)
- Geldgeber
finden
- Spenden
- lokale
Förderung nutzen
Vorteile
durch Umsetzung der Konzeption
- Qualitätssteigerung
für Organisation/Kunde
- Orientierung
für Mitarbeiter/Kunden
- lenkt
wirtschaftliche Entwicklung der Organisation
- Zeit-
und Kostenersparnis durch strukturierte Vorgaben
2. Konzeptionsentwicklung
2.1 Prozess der Konzeptionsentwicklung
Elemente
der Konzeption
- Problemstellung
- Fakten
(Rahmenbedingungen)
- Ziele
- Zielgruppe
(Kunde)
- Angebot,
Produkt, Leistung der Organisation
- Methoden
(Arbeitsweise, Hilfsmittel)
- Zuständigkeiten
- Ressourcen
(personell, finanziell, infrastrukturell)
- Vernetzung
(Zusammenarbeit)
- Marketing
(Öffentlichkeitsarbeit)
- Qualitätssicherung
(Vorgaben, Nachhaltigkeit)
Vier
Phasen der Konzeptentwicklung
1.
Vorbereitung
2.
Entwicklung
3.
Umsetzung
4.
Controlling/ Evaluation/ Fortschreibung
Zu
1. Vorbereitung
Welche
Personen sind an der Konzeptionsentwicklung zu beteiligen?
- Betroffene,
Mitarbeiter, Experten
Welche
Ressourcen stehen uns zur Verfügung?
- Finanzierung
Wie
viel Zeit haben wir?
- Konkreter
Zeitplan
Zu
2. Entwicklung
Problembestimmung
Erstellung
eines Grobkonzepts
- Zusammentragen
von Ideen/Möglichkeiten
Informationssammlung
- Ausgangslage/Situationsanalyse
- Situationsanalyse:
Stärken und Schwächen der Organisation,
- Gefahren
und Chancen (Umfeld, Standort usw.) herausfiltern
Konkrete
Zielbestimmung
- gewonnene
Informationen auf Ziele übertragen
- Ziele
ergeben sich aus dem Problem
- Ziele
müssen mit dem Leitbild vereinbar sein
Zu
3. Umsetzung
Umsetzung
ist stark von Einsicht, Motivation und Engagement aller Beteiligten abhängig
Erstellung
der Feinkonzeption
- gewonnene
Informationen und
- Elemente
einer Konzeption zusammenbringen
Zu 4. Controlling/Evaluation
Jede
erstellte Konzeption muss in regelmäßigen Abständen daraufhin überprüft werden,
ob durch die Umsetzung die Ziele erreicht wurden, ob die Ausgangslage noch
relevant ist, ob eine Zielanpassung erforderlich ist.
Checkliste
überprüfen auf Inhalt
- Warum
wollen wir etwas tun? →
Problem
- Für
wen bzw. mit wem wollen wir etwas tun? →
Zielgruppe
- Wozu
wollen wir etwas tun? →
Zielfrage
- Was
wollen wir tun? →
Leistungsangebot
- Wie
wollen wir arbeiten? →
Methoden
- Wo
soll unsere Arbeit stattfinden? →
Rahmen (Umfeld)
- Durch
wen soll die Arbeit geschehen? →
qualifiziert/freiwillig
- Womit
wollen wir arbeiten? →
Mittel
2.2
Konzeptionsentwicklung am Beispiel
Beispiel
für Konzeptionsaufbau/Gliederung
1.
Rahmenbedingungen
1.1
Träger
1.2
Gesetzliche Grundlagen
1.3
Umfeld
1.4
Ressourcen
1.4.1
Personal
1.4.2
Räume
1.4.3
Finanzen
2.
Zielgruppenanalyse
3.
Ziele
3.1
Übergeordnete Ziele
3.2
Rahmenziele
4.
Inhalte
4.1
Handlungsprinzipien/ aus den
Rahmenzielen abgeleitete Handlungsziele
4.2
Angebots- und Programmstruktur
4.3
zielgruppenspezifische Angebote
4.4
gemeinwesenorientierte Angebote
5.
Organisatorische Voraussetzungen
5.1
Team
5.2
Entscheidungsstrukturen
5.3
Tagesprogramm/ Funktionsprogramm
5.4
Hausordnung/ Lagerordnung
6.
Methoden/Instrumente der Arbeit
7.
Evaluierung/Zielcontrolling
3. Gestaltung einer Konzeption
Aufbau
schriftlicher Fassung
Titel
Inhaltsverzeichnis
Zentrale Botschaft – in einem
Satz auf der ersten Seite
Zusammenfassung
Einführung – Hintergrund/Ziel der
Konzeptionserstellung
Hauptteil – Keine versteckten
Kernaussagen
Schlussbotschaft –
Handlungsappell
Anlagen – Plakatentwürfe
usw..
Sprache
- Treffende
Wörter
- Klare
Sätze
- Schlüssige
Absätze
- Lebendige
Bilder
- Gekonnte
Visualisierung (informativ, nicht dekorativ)
Layout
- Grafisch
großzügig
- Einheitliches
Farbschema
- Kompakte
Absätze
-
Wichtiges muss in nur wenigen Minuten
gesehen werden
4. Schlussbemerkung
Der
vorliegende Handlungsleitfaden ist das Ergebnis der fast zweijährigen
Lernpartnerschaft. Alle drei Partner waren an der Erarbeitung aktiv beteiligt.
Theoretische Grundlagen wurden auf Seminare und Workshops gelegt.
Der
Handlungsleitfaden soll zukünftig den Lernpartnern als Grundlage zum Aufbau
neuer sozialer Angebote dienen. Der Handlungsleitfaden wird in den Kommunen
öffentlich vorstellt. Die Lernpartner sind Multiplikatoren für andere Vereine.
Bei Interesse sind sie bei Konzeptentwicklungen behilflich.